Freitag, Oktober 17, 2008

schüttelschwarm – mal kalt, mal warm






gestern las ich in einer schöneberger lokalzeitung, dass die brücke zwischen helmstraße und s-bahnhof j-l-kaserne eine gefahrenzone ist. wer die falschen schuhe (mit gummisohle) trägt, das brückengeländer anfasst oder mit dem fahrrad die brücke überquert, läuft gefahr, von einem 1000-volt-stromschlag durchgerüttelt zu werden. das phänomen ist noch nicht ganz erklärt, man geht aber davon aus, dass der neue recycling-kunststoffbodenbelag energie der stahlkonstruktion leitet. oder so. ich vermute ja gezielte angriffe der transökologischen brückenbewegung gegen schuhträger mit igellit-sohlen. dahinter wiederum können eigentlich nur gelangweilte goldfischgucker stecken. die sind aber auch zu goldig. und die frage ist- wer frisst hier wen?

Sonntag, September 28, 2008

mohairschafe und murmeltiere





auch in den schweizer bergen gibt es schöne tiere (nich nur in spezialfriedrichshain, obwohl kreisrunde melonenaugen im bücherregal schon sehr beeindrucken)! hier zu sehen das mo, das mu und die eigentlich tolle 360 grad-panorama-aussicht. wir hatten allerdings nach diesem foto nur noch sichtweite unter 5 m. für die viehcher hat s aber allemal gereicht.

Freitag, September 12, 2008

wow



gestern auf der vernissage:
„dieses foto da hinten, schatz, das gefällt mir besonders gut!"
„hmm. wieso das denn?“
„ja weißt du schatz, es hat fast so etwas wie von einem foto!“
„hm.“

Montag, September 08, 2008

Gesammeltes Gemischtes, mit Qualm



1.) Berlin raucht Fake! (klickst du hier)

2.) Berlin raucht viel!
13:43 Uhr, Schöneberg
2 Männer und 1 Frau betreten die Straße.
Einer der Männer ruft leicht lallend: Eysachtma, kommtihrmitinPark Frühstücken?
Haballetdabei: BrötchenKiffenAlkohol, allet Frühstück!

3.) Berlin raucht Köpfchen!
16:20 Uhr, Schöneberg
Hält ein Wagen vor einer Fahrschule.
Die Fahrerin und ihr Beifahrer steigen aus. Der Beifahrer guckt zum Schaufenster der Fahrschule und fragt die Fahrerin „Sag mal, haste eigentlich n Führerschein?“

Mittwoch, August 27, 2008

weniger ist mehr





die rollenanzahl sinkt, die herausforderung wächst

Dienstag, August 26, 2008

Freitag, August 22, 2008

Rollenspiele, die 2.








der bürointerne wettbewerb läuft etwas aus dem ruder,
der kollege ist nicht mehr zu bremsen ...

Mittwoch, August 20, 2008

völlig von der rolle – wir setzen trends







neuer pausensport im büro. für die pause zwischen den pausen

Montag, August 04, 2008

Kontaklikör



Neulich war Urlaub. Auf der Suche nach einer Unterkunft
hatten wir einen Agritourismi nach freien Plätzen befragt.
Sofort bekamen wir elektronische Post aus Italien.
So ein automatisches Übersetzungsprogramm is super:
„Kommen Ringraziando für die Präferenz zu einer Vereinbarung,
die wir in Verbindung stehen, um Verwendbarkeit nicht
zu seiner Nachfrage zu haben.
Vorhanden für zukünftigen Kontaktlikör, den wir grüßen.
Renata e Marco“

Montag, Juli 07, 2008

sei nölig, koch ölig, sei berlin



man gewöhnt sich an alles. auch an den berliner charme.
in berlin kommt es allen ernstes vor, dass während man an einer roten ampel auf dem fahrrad wartet, die besatzung des nebenstehenden firmenwagens die scheiben runterkurbelt, mehrfach in verschiedenen tonlagen „na puppe" schreit und sich vor vergnügen auf die schenkel klopft.
in berlin kommt es vor, dass man sein fahrrad zur reparatur bringen will, dem betont abfällig guckenden fachmann erklärt, man habe eine 8 im vorderrad, weswegen es schleife, woraufhin er minutenlang vor sich hinbrabbelnd das rad dreht um dann allwissend das vernichtende urteil zu verkünden: „ja... das ist... weil... sie haben eine ... 8 im rad!" aha, danke. wer hätte das gedacht. auf die frage, was die reparatur denn kosten würde hieß es: „na ja.. so... 15... und 7... also, das macht ... (fragender blick zum kollegen) so 22." ach so. im laden um die ecke bekam ich das ganz für 3 und 3 euro zum wesentlich günstigeren preis. aber was solls. auch schön waren neulich die beiden servicekräfte, die den geschirrspüler nach austausch der pumpe erst schräg wieder einbauten und dann den oberen korb mit einem gefälle so schief einsetzten, dass man ihn noch nicht mal vor- oder rückwärts bewegen konnte. ratlos standen beide davor und fragten nach minuten der kopfkratzenden ursachenforschung: „äh, kann das sein, dass das bei Ihnen vielleicht schon immer so schief war?“

das foto hier stammt noch aus dem motivationsplätzchenbacktraining der fußball-em unter dem motto:
>> mehr tore für deutschland! und mehr giraffen!!! <<

Freitag, Juni 08, 2007

Still-BeHa



steh ick so inner umkleide, wa, stehen da zwei ganz neue väter davor, und mit so frauenoberteilen in der hand, wa. ham die wohl die ischen inner kabine und assissterieren brav. na ja. fang die an sich zu unterhalten, wa. fragt der eine: »ja, mensch, hm, na wie macht IHR das denn beim stillen?« darauf zeigt dem sein kumpel stolz so ne bunt getupfte bluse: »also WIR tragen dabei immer SOLCHE oberteile.«
wie gerne hätt ick den und seine ische mal darin jesehen, eh alter eh.

Mittwoch, Mai 30, 2007

handstand tantrum clarendon ..


normalerweise fliegen meine spammails unbeachtet in den papierkorb. bei dem betreff „handstand tantrum clarendon ..“ war ich aber doch zu neugierig. frage mich nur, um was es da geht. der crash der firma sky flyer? ein flugzeugabsturz? eine gruselgeschichte?

„DIE HAST IST BEGONNEN!
AM MITTWOCH 30. MAI!

Firma: Sky F,lyer
Kurzël: T3 R , F
WKN: A 0 L C M C

P,reis: 0.30
4 T Prognose: 1.15
I,S I,N: US,8,3,0,8,2,R,1,0,7,7

SEHEN SIE ES AM MITTWOCH 30. MAI!

He wrote until dawn was coming up in the east and then fell into bed
and slept for four hours.
He noted with deepening misgivings that there were red marks like weals
on her cheeks and arms.
But if you want me to take you away, to scare you or involve you or
make you cry or grin, yeah.“

Dienstag, Mai 22, 2007

schöne heile welt







das dritte wochenende in folge in idyllischster bilderbuchlandschaft hat gewisse spuren hinterlassen. irgendwie wird man dauerbeschwingt und sucht im netz nach lustigen reimen. hier zb von lornsen boy:

Auf einer roten Wiese
tanzt ein gelbes Schwein
mit einem blauen Ochsen
den Walzer hinkebein.

Die Ziege, sie ist rosa,
pfeift den Takt dazu.
Fünf weiße Raben wiehern:
Nanu? Nanu? Nanu?

Ein grüngestreifter Kater
steht kopf und applaudiert.
Drei Frösche spielen Geige.
Die drei sind braunkariert.

Der Karpfen reitet auf der Gans.
Der Igel bläst Posaune.
Der Hecht schaut aus dem Mauseloch
und grunzt vor guter Laune.

Montag, Mai 07, 2007

alles beim alten in dessau



greiner sitzt im arbeitsraum
uwe trifft man in der hardenbergküche
conny sucht einen parkplatz für den gelben flitzer
und der schielende koch steht noch immer an der bar im bauhausklub ...
hat sich nicht viel geändert in dessau. nur das das bauhaus jetzt fertig renoviert ist und alle bäume ringsrum radikal beseitigt wurden. auch an herrn raffler kommt man wie immer nicht vorbei- ihn trifft man im knallrosa hemd auf der kornhausterasse. alles beim alten. irgendwie schön, irgendwie gruselig.
dessau, hach, ach

Freitag, Mai 04, 2007

bahn-erlebnisreise



eben flattert ein aufwendig gestalteter reiseflyer auf meinen tisch. mit caterina reisen kann man auf deutschlands schönste insel- sylt im bequemen fernreisebus fahren. dazu ist oben stehendes bild zu sehen. ich bin dabei. wer kommt noch mit? peggy, bringst du die taucherbrille mit? wäre doch zu schade, wenn man vom "bequemen fernreisebus" aus keine quallen und seesterne betrachten könnte. ahoj.

Mittwoch, April 25, 2007

neulich im brennslauerberg



prenzelberger familienidyll
der schnieke papa schiebt stolz den kleinen im kinderwagen »seht her, wir haben es geschafft, wir haben schon das zweite kind, das ZWEITE!« ruft sein blick in die runde. die kleidung ist farblich auf die der radspeichen abgestimmt. mama läufte einen halben meter vorneweg (im wedding ist es ja umgekehrt) und hat einen furchtbar wichtigen businesscall zu handeln. hinterher trottet eine 5-jährige die exakt ihre mutter kopiert. sie klemmt sich das plastehandy ans ohr, nickt ganz beschäftigt, macht eine ernste miene und ist hochkonzentriert. irgendwie strange.

und gleich danach ein prenzelberger supagirl
die karotte röhrt so eng und cool es nur irgend geht, eine zerfetzte tasche vom flohmarkt baumelt am arm, die 60s-sonnenbrille verdeckt das ganze gesicht (so eine hab ich auch, klar), irgendwas glitzert und irgendwas bammelt, bling blingt, vielleicht ein paar indische armreifen. auch sie handyfoniert mit eindringlicher hoher stimme »ja ich habe die ganze woche versucht ihn zu erreichen, ja klar mann, aber ich konnte ihn nicht erreichen, weil er war einfach nicht zu erreichen...«
äh, ah, ja.

so ist das. die einen sind so, die anderen sind so und alle sind ganz so doll und im wedding steht mit filzer am mülleimer geschrieben "eh schmeis doch nich hier ey"

Donnerstag, April 12, 2007

run for me


fitness ist angesagt. frühling und so. da kommt man nicht drumrum. schon gar nicht mit nem erfolgreichen halbmarathönnler (und das hat jetzt nichts mit tonne zu tun) an der seite. das kiesersche rückengewichtegehebe macht irgendwie gerade keinen spaß, abgesehen von der immer wieder mienenerhellenden geräteaufschrift "bitte den beinspreizhebel kontrolliert betätigen". der jahresvertrag läuft aus und ein neuer sport muß her. draussen, draussen will ich sein. und weil s ja um die ecke gleich so grünt und sprießt ist laufen eine gute idee. dass man dafür super gut equipt sein muß, is schon mal klar- spätestens nach einem blick in den absatzlastigen schuhschrank. also ab zu "k statt sport" zum lauftest. während ich mir noch überlege, ob ich jetzt tatsächlich vor aller anderen augen aufs laufband steigen will, um mein fußabrollverhalten filmen zu lassen und den demenstprechen teuren äh tollen laufschuh ausfindig zu machen, finde ich mich schon in den fängen einer männlich herben verkäuferin. na ja, is ja jetzt auch egal, denke ich mir, und stolpere geduldig und zumindest versucht elegant übers band. irgendwie werde ich den verdacht nicht los, das es eine echte laufbandtourismusbewegung gibt. manche scheinen nur dahin zu kommen, um anderen beim hecheln zuzusehen. egal, die leute haben ihren spaß, ich meine schuhe.
jetzt tue ich also so, als ob ich sportlich wäre und drehe ab und zu mal ein paar runden. neulich kam ich auf die idee, den rückweg mit einem kurzen einkauf zu verbinden- kennt mich doch keiner hier, dachte ich beim aldi um die ecke. steh ich also knallrot im gesicht an der kasse, dehne derweil ein wenig meine unterschenkel, ringe nach luft, ernte jede menge mittleidige blicke und treffe natütlich prompt eine wedding-neubekanntschaft. auch schön. gleich mal mit den fitmachenden molkedrinks angestossen. man stumpft ja eh ein bißchen ab mit der zeit. in berlin muß einem nichts peinlich sein. ich erinnere nur an frau z aus oranienbaum, die ihren hauptstadtbesuch einmal versehentlich in den heimatlichen roten samtpantoffeln absolvierte. den ganzen tag über fiel es niemandem auf, wahrscheinlich hielt man es eher für einen neuen trend. als sie aber zurück in oranienbaum aus dem auto stieg, schrie gleich der erste passant: was, so warst du in berlin?!?
früher, als ich noch nicht sooo sportlich war wie jetzt, war ich jederzeit gern bereit, über laufwütige zu lästern. wie kann man nur- mitten in der stadt- mit hochrotem kopf- wie peinlich... aber veschwitzt und zugeklebt- auch diese zeiten sind vorbei. vorgestern nämlich erreichte ich die vorerst höchste hürde im "mir-doch-egal-was-die-leute-denken-status". es geschah auf der route tiergarten- regierungsviertel- spree-und zurück. uferwärts wollten wir vorbei am bahnhof friedrichstraße. wollten wie gesagt. stattdessen entpuppte sich der weg als sackgasse. einziger ausweg: die durchquerung des komplett menschenüberfüllten s/u/und.auch.noch.regionalverkehr!bahnhofes. im größten feierabendverkehr joggten wir locker fluffig im gleichschritt durch unzählige gruppen businessgekleideter fassungsloser menschen, deren blicke ich so schnell nicht vergessen werde. mühsam versuchten wir uns die vorangegangenen 40 laufminuten nicht anmerken zu lassen und lässig zu wirken. stockwerk für stockwerk kämpften wir uns voran, die freiheit vor augen. auf den zahlreichen treppen, bekamen wir mehrfach unterstützung- " ihr schafft das", "run for me" und so weiter. vom vielen lachen und vielen laufen bekam ich ziemliches seitenstechen. aber spaß machts trotzdem.

Dienstag, März 13, 2007

früher froher frischer frühling



12 x f:

flatternde flugobjekte fliegen federleichten fußes, flimmern farbig, flanieren famos, fallen fast,
feiern flüchtige ferientage
(f)äh (f)oder (f)so

Freitag, März 02, 2007