Montag, August 21, 2006

1. corpoarte blob (psezialpeggy)




schnarch jetzt live und doppelt schoen:die upachicks vom speisegrill mit extrawings. prost
beirut subah.habmahhappa.
texas!
fran un spezpeg.

Montag, August 14, 2006

Illusionsmalerei


Sitzen zwei des Nachts in der Weddinger Uraltkneipe mit zwiespätligem Flair.
Sie: >>Ich finde die Reste der alten Deckenbemalung schön.<<
Schweigen.
Er: >>Meinst Du die Flecken da oben?<<

Mittwoch, August 02, 2006

madonna mia. cosa fare?!

modern kommunizieren kann man auch von woanders. selbst im neapolitanischen hinterland gibt es free internette. nur, ach du liebe zeit, auch das bloggermenue is hier in italiano und irgendwas kommt hier immer von wegen viren und attenzione. aber macht ja nischt. eben faehrt eine metro vorbei- das ist die neapel u-bahn die fast nur ueber der erde faehrt. das haus bebt, so muss es sich auch in pompeji angefuehlt haben, damals als der grosse ascheregen kam. als wir gestern versucht haben, unser hotel zu finden, war uns auch recht dramatisch zumute. es war schon schwierig in italienglese den richtigen bus zu finden. dann an der halbwegs richtigen station auszusteigen und einen stadtplan zu finden. wir waren zwar da, wo wir hin wollten, nur war da nicht die strasse unseres hotels! der plan, den wir vom hotel bekommen hatten, war schlichtweg falsch. von passanten erhielten wir dazu verschiedene auskuenfte "via nuovo agnano- das ist noch 50 km von hier! also nein, 15, ach ich kann halt kein englisch" via nuovo agnano? das ist ausserhalb, da muesst ihr ein taxi nehmen. das kostet" "mit dem taxi? 15 euro, das ist so weit draussen, da muss man den ganzen weg zurueck auch mit bezahlen". schliesslich suchten wir eine metrostation und fuhren im schrittempo in s schoenste heckert-ghetto. madonna mia. cosa fare?! eine unwirsche metroauskuenftlerin hatte uns eine haltestelle genannt, an der wir verunsichert ausstiegen. e poi? wir fragten im besten italienisch einen passanten, der selber erstmal noch zwei weitere leute zurate ziehen musste, was uns nicht gerade mut machte. schliesslich erklaerte er, es seien zu fuss nur noch 1,2 km. mehrmals beschrieb er den weg bis zu einem platz, an dem wir dann die polizei fragen sollten. warum? non lo so. er lief im eiltempo davon, wir trotteten los, von hitze und mittlerweile schwerem gepaeck geplagt. an besagter stelle angekommen, blickten wir uns um und ueberlegten kurz, was tun und wohin gehen, als unser informant aus einer tuer geschossen kam und aergerlich fragte, warum wir denn nicht die polizei fragen. die steht doch schliesslich da. hm na gut, wenn s hilft. wir also zur polizei- zwei schmucke carabinieri, die sich gerade mit zwei maennern unterhalten. sichtliche freude ueber unser auftauchen. "via nuovo angano?" fragende blicke. na toll. "da muesst ihr mit der metro eine station zurueck fahren." das wollen wir nicht so recht glauben und schuetteln den kopf. wir zweifeln ein wenig an der lokalen ortskenntnis. "oder ihr muesst laufen, in ungefaehr diese richtung" der schweiss tritt uns sichtbarer auf die stirn. koenenn wir ihnen glauben oder werden wir endlos in der gegend herum irren? die maenner diskutieren, in welche richtung wir muessen und wie weit es wohl ist und ob wir das mit gepaeck laufen koennen. schliesslich sagen sie: ihr muesst fahren und zwar mit uns. aeh cosa? wir sehen uns an. die carabinierei halten uns, wie im film einer links, einer rechts, die tuere auf, wir steigen ein- und fuehlen uns wie eine mischung aus verbrechern und geretteten. los geht s in einem tempo, das mir sofort schlecht wird und ich nicht hingucken kann. wir rasen und ueberholen alles und jeden. ist mir schlecht. trotz des hohen tempos diskutieren die beiden heftig weiter, wo wir denn nun hin muessen. schliesslich- vollbremsung, so dass wir auf den harten ungepolsterten sitzen gegen die kugelsichere panzerglasscheibe fliegen. wir stehen vor unserem hotel! von innen koenen wir die tueren natuerlich nich oeffnen. was es fuer einen eindruck machen muss, wenn man so vor einem echt schicken hotel aussteigt, das wollen wir lieber nicht wissen. mille grazie.-)

Mittwoch, Juli 26, 2006

bald geht's los


reisen ist nicht nur spaß. um sicher zu stellen, dass man tagelang mit sich und zusammen gut über die runden kommt, sollte im vorfeld einiges geklärt werden. wichtige fragen sind z.B.: wird der nagellack die ganze zeit halten? wie schaffe ich es, unbemerkt 12 paar schuhe mitzunehmen, diese aber nicht tragen zu müssen? braucht man überhaupt festes schuhwerk? gibt s auch immer, wirklich immer, genug zu essen? vertragen sich chaos und symmetriezwang? werde ich es schaffen, ausnahmsweise mal nicht mehr hektik als nötig zu verbreiten? sieht man eigentlich mit trekkingrucksack von hinten gut aus? wie auch immer. es ist fast soweit. mrs mellow und mrs fellow gehen an der start. nach über 10 jahren der verbundenheit wurde das auch mal zeit.

Dienstag, Juli 25, 2006

empfehlung



zwitscherklause, malplaquetstraße ecke leopoldplatz. hier steppt der bär, hier rockt der kiez. das kleine bier für einen euro- falls genug gläser da sind. hier trifft sich abends, was sich tagsüber in talkshows sehen läßt. in so einer kneipe gelten eigene gesetze. unser erste fehler war es, nach einer karte zu fragen. der zweite dann, das nur einer von uns mangels inspiration was bestellt hat. der dritte fehler- zu glauben, dass man danach noch mal eines blickes gewürdigt wird um doch noch etwas zu bestellen. am nachbartisch saß offensichtlich die stammkundschaft. ein kleines grüppchen gemütlicher weddinger und weddingerinnen zwischen 40 und 60. ein mann schimpft pausenlos in gebrochenem deutsch über "die ganzen arabischen hier". er sei ja schließlich schon so lange in deutschland. er habe sich angepaßt. er habe eine bessere rente verdient, aber die, die arbaber, nee, die sind ... irgendwas in einer anderen sprache. einer osteuropäerin wird es zu bunt, sie fällt ihm ins wort: "und wie lange bist du schon hier?" "eh viersich jahre" "und dein deutsch ist immernoch scheiße!" ende der diskussion.
sehr zu empfehlen, die zwitscherklause (sprich swischcherklauuse)

Donnerstag, Juli 20, 2006

ansage


morgens in der U1 zwischen kurfürstendamm und nollendorfplatz: "schööön gutn tag, diiie fahrausweise bitte!" alle rücken brav ihr ticket raus. wie immer findet sich ein ausländischer tourist, der aus versehen das falsche ticket gekauft hat. hilflos blickt er dem kontrolleur entgegen, der ihm vergeblich versucht, den ernst der lage klar zu machen. "no, you have doublestep ticket" äh? was soll das denn sein? er bittet ihn, an der nächsten station mit auszusteigen "come with us next station, you!". wir rollen in den bahnhof ein. der kontrolleur stellt sich in die mitte des wagens und ruft "die anderen alle vorbildlich – super!" endlich hat s mal einer erkannt:-)

Freitag, Juli 14, 2006

türkisch für anfänger


sucht man als werktätiger abends nach abkühlung, geht man vielleicht auch mal ins freibad um die ecke. das kombibad seestraße/reinickendorfer strasse ist eins an der ecke der besonderen art. in nur 45 minuten kann man eine menge über die typische weddingkultur erfahren. schon das personal am eingang übertrifft alles, was mir bisher an berliner unfreundlichkeit begenete. unfassbar bekloppte schnepfe. aber egal. man gewöhnt sich ja an alles. der zustand der früher vielleicht mal sanitär gewesenen anlagen war katastrophal, was aber vermutlich nicht nur am personal, sondern auch am verhalten der besucher liegen könnte. egal. man gewöhnt sich auch daran.
im wasser angekommen wurde es dann aber richtig lustig. im und um das becken tummelte sich ein potpouri der weddinger jugendkultur. goldkettchen und basecap im louis vuitton imitat wurden selbst im wasser nicht abgelegt, vielleicht ja aus religiösen gründen. dralle schönheiten flankierten den längsseitigen beckenrand in der "venus-von-milo-pose". emsige sonnenbrillenschwimmer waren stets verkrampft bemüht, den kopf schön über wasser zu halten.
unser becken wurde von 2 bademeistern auf der einen bastion sowie einer bademeisterin am anderen beckenende überwacht. die bademeisterin wurde minutenlang von kleinen jungs angepöpelt. man konnte quasi schon den rauch aus ihren ohren qualmen sehen. aber äußerlich blieb sie gelassen und schaute einfach konsequent aufs wasser. erlöst wurde sie aus der ferne von den kollegen gegenüber. die sprechanlage schallte über das gesamte freigelände: "mach euch mal locker jungs da!" und sie hörten tatsächlich auf. na bitte. läßt sich doch alles auch aus der ferne regeln. ein zwischen zwei familienbanden heiß entbrannter streit, wurde auch erst versucht, per ansage zu schlichten. nützte nur nichts. schließlich mußte doch die beckensecurity gerufen werden, die sich vergeblich bemühte, überhaupt erst mal die ursache des konfliktes zu verstehen. derweil hatten wir große mühe, den häufig vertretenen kampfschwimmern auszuweichen. kurz vor halb 8, erneute durchsage: "achtung an alle kinder. es gibt wieder jede menge papier aufzusammeln. es winken freikarten." so einfach ist das. sofort schwärmten sämtliche kids in zweiergruppen aus. jeden kleinen schnipsel stopften sie in riesige gelbe plastiksäcke. mit hoher professionalität wurde der sack geschultert und um einzelne schnipsel gefeilscht. bis um 8 war alles in sack und tüten. auf dem weg zur umkleidekabine wurden wir noch zeuge einer schlägerei. hat aber anscheinend auch keinen groß interessiert. man gewöhnt sich ja an alles. einzig eine ältere dame, die nackt mit krückstock, die nicht gerade kurze strecke zwischen dusche- und umkleideraum zurücklegte, ließ uns kurz mit offenem mund innehalten. ansonsten blieb alles ruhig.
soviele abenteuer in so kurzer zeit. das muß wiederholt werden. für alle, die nicht selber hingehen können präsentiert
krummundschief exklusiv eine postkarte zum downloaden. iyi eglenceler! zu deutsch viel vergnügen.

Mittwoch, Juli 12, 2006

Das große NEIN



klinsi macht uns nicht mehr grinsi. ist das vielleicht ein grund, den kopf in den rasen äh sand zu stecken? die wm hat doch so eine positive stimmung in unser land gebracht. überall werden jetzt stimmen laut, die flaggen sollen gehisst bleiben! auf so viele dinge ist doch trotzdem noch verlass. zum beispiel die bvg. fünf wochen fuhr ich unkontrolliert durch diese stadt. (ob dafür auch die wm verantwortlich ist konnte bis jetzt noch nicht geklärt werden.) fünf wochen ohne kollektives zusammenzucken bei " schööööön guten tag, die fahrausweise bitte". fünf wochen ohne hektische kramerei- vorhin hatte ich es doch noch. und fünf wochen ohne die siegessichere mimik der kontrolleure, wenn sie dann doch mal jemanden erwischen. so wie heute morgen, als ich endlich wieder wie gewohnt 2 mal auf dem weg zur arbeit kontrolliert wurde. opfer: "ich hab mein ticket bei meinem freund liegen lassen und mir deswegen eine einzelfahrt gekauft" kontrolleur: " ja, schön, aber das ist nicht abgestempelt. das ist ein vergehen und das wissen sie." opfer: "ja, aber nee." kontrolleur: "dann brauch ich bitte mal ihren personalausweis." opfer: "ja, nee, äh ja." diskussion, diskussion und am ende geschah das wunder. tatsächlich gabs nur ne verwarnung und ein paar hinweise wegen der vorschriften uns so. sonst nix! das ist das erste mal, dass ich einen milden kontrolleur erleben durfte. danke wm, die flaggen bleiben. danke deutschland. danke unseren kontrolleuren der herzen.

Dienstag, Juli 11, 2006

Marketingstrategien hier und da


Professionalität ist wichtig und hat Ihren Preis. In der Kommunikationsbranche gilt es, die Flut an Informationen zu bündeln. Wer heute noch auffallen will, muß bereit sein, neue Wege zu gehen. Wer alles gibt kann alles haben. So auch die gerade im Büro eingetroffene Fotografin. Ihre Aufgabe war es, die neulich stattfindende Hochzeit zu dokumentieren. Auf die Frage, wie die Arbeit so für sie war antwortet sie- super, sie habe total viel gelernt, vor allem, dass sie ein Blitzlicht brauche. Sie habe nicht erwartet, dass es abends so dunkel wird.

Freitag, Juli 07, 2006

is(s) wurst


der morgen danach, oder davor? mir is es zu warm.
aller anfang ist schwer. morgens aufstehen auch. wenn man trotz tiefschlafphase von militanten müllfahrzeugen aus den träumen gerissen wird ist der tag schon so gut wie verloren. da hilft es auch nicht, noch für eine cd-länge mit kaffee in der hand auf dem bett zu versuchen, sich die ganze sache schön zu reden.
einziger trost- die morgendliche u-bahn bekannte. meine finger-omi. komm ich morgens die treppe zum ubahn-steig herunter, sitzt sie schon in position – die beine nach vorn gestreckt, die füße ineinander verhakt. starrer blick geradeaus. linke hand auf dem schoß. mit der rechten hand macht sie im prinzip "die pistole"- grundposition faust, zeigefinger ausgestreckt, daumen nach oben. den ausgestreckten zeigefinger der rechten hand hat sie bewegungslos im rechten nasenloch. zielt quasi auf sich selber und sie bewegt sich keinen einzigen zentimeter. soll mal einer verstehen.
schön ist es, wenn man in der u-bahn ein so spannendes buch liest, dass man all die verrückten um sich herum vergißt. weniger gut ist es, wenn man darüber vergisst, auf die stationen zu achten und plötzlich ist man schon viel zu weit. und ich meine wirklich viel. hilft nix, wenigstens hat man so noch ein paar minuten mehr zeit zum lesen.
ein verkorkster morgen, ein heißer tag. wir sind deutschland, wir sind wurst.

Mittwoch, Juli 05, 2006

so sahn sieger aus schallallallallah



zum halbfinale in einer kleinen kneipe auf dem prenzlauer berg. trotz der verdrängungswürdigen niederlage gab es während des spiels viel zu lachen. da war zum beispiel ein blonder halbstarker in der ersten reihe, so nah an der leinwand, als wollte er den spielern persönlich auf die schultern klopfen. ab der 2. halbzeit hielt er die anspannung nur noch im stehen aus. sobald ein deutscher spieler ballkontakt hatte schrie der blonde >>jawolll<< und >>ruffdaruffdaruffda!<< >>ruff!!!<<
hinter uns eine mutlikulturell gemischte gruppe, darunter eine kleine koreanerin mit enormen stimmvolumen. ihre >>tua! tua! tua!<< rufe, sobald der ball in tornähe kam, verfolgten mich bis in den schlaf.
besonders schön auch meine begleitung- er, schon den ganzen tag extrem angespannt- starrt hochkonzentriert auf die leinwand, eine zigarette nach der anderen rauchend und im prinzip nicht ansprechbar. sie- mitfiebernd und aufgedreht in einem ziemlich spannenden moment >> warum hat denn der lehmann jetzt rot an!? das steht im doch gar nich! blau steht dem doch viel besser! hm? mensch sag doch mal!<< nur mit großer diplomatischer kunstfertigkeit konnte das ende einer 8-jährigen beziehung verhindert werden. na ja und ansonsten wird der italienurlaub nun natürlich ins wasser fallen. ohje olé.

Montag, Juni 26, 2006

mittendrin statt nur dabei





5 Sätze, mit denen man sich auf der Fanmeile Freunde macht:

1. Welche sind denn die Deutschen?
2. Ich finde ja, die bessere Mannschaft sollte gewinnen.
3. War das nicht auswärts? (bei abseits)
4. Spielen die jetzt in die andere Richtung?
5. Tooooooooooor! (Wenn es vom Gegner war)

Freitag, Juni 23, 2006

Sofa, Yoga, Mord 6


Yoga. Immer wieder neu, immer wieder gut. Dachten wir zumindest bis gestern. Da es nicht einfach ist, einen gemeinsamen Termin zu finden, der dann auch noch mit den preiswerten Netto-stunden übereinstimmt, wechseln wir nach wie vor von Kurs zu Kurs und landen so immer wieder bei einem neuen Yogianer. Normalerweise sind wir, als immer noch Anfänger, in den "Beginner"-Kursen zugegen. Gestern entschieden wir uns für einen "Basic/Intermediate". Hm. Heißt das Fortgeschritten bis Erleuchtet? "Intermediate" hätte uns vielleicht mißtrauisch machen müssen. Aber siegessicher wie wir nun mal sind, ahnten wir nichts Schlimmes und dachten- wenn's uns zuviel wird, machen wir einfach nicht mit. Soweit die Theorie. Nach der üblichen Anfangsmeditation und Ohmerei folgte eine Gruppenkühlung. Das heißt- 25 Leute sitzen in aufrechter Schneidersitzhaltung und atmen laut durch den gespitzten, wie zum Pfeifen geöffneten Mund, ein und aus. "Achtet auf die Kühlung"! Natürlich entsteht dabei auch der eine oder andere Pfeifton. Wie man sich selber doch immer mehr "öffnet"- noch vor Wochen wäre ich vor Lachen aus der Position gekippt. Aber man muß die DInge nehmen, wie sie sind. PFHÜÜÜÜÜÜÜ___ PFFFFFFFFF. Was dann folgte war der blanke Shakrenschock. Im rasanten Tempo gings von einer waghalsigen Position zur nächsten. Bereits nach 10 Minuten war ich so fix und fertig, dass ich nicht mehr wußte, wo bei mir oben und unten ist. Thema der Stunde war der Bauch. "Diese leuchtende Feuerkugel, dieser Energiekessel in uns". Unser Yogi schien mir recht politisch ambitioniert zu sein. Bei Parolen wie "Für mehr Interaktion im Bauch! Die Energie muß integrer werden!..." fühlte ich mich teilweise wie in einer Wahlkampfveranstaltung. Und ein Kampf war dies allemal. Keuchend hieften wir uns von Position zu Position. Wir versuchten halbwegs elegant auf dem linken Bein zu stehen, den Oberkörper gerade nach vorne gekippt, rechtes Bein nach hinten, linker Arm nach vorn, Hüfte nach oben gedreht und recher Arm mit gespreizten Fingern zur Decke. Sylvia, die vorher noch meinte, diesmal habe sie keine Zeit, dass wir im Anschluß wie immer was Trinken gehen, presste nach 15 Min Verbiegen (und die ganze Stunde dauerte 90 Min!) mühsam zwischen zwei Stellungen hervor-"ich brauche nachher dringend ein Bier!" Ebenso. Na ja. Wir haben uns also eindeutig übernommen. Wir sind eben noch nicht soweit, dass wir über dem Boden schweben. Unsere Energie scheint noch nicht so im Fluß zu sein und heute fühle ich mich total gerädert. Aua statt Ohmmmm. Statt der totalen Erleuchtung erlebten wir die totale Transpiration. Ohmmmm :-)

Dienstag, Juni 20, 2006

Hokus Pokus Anti-Klinsibus!


Foto: Böser Voodoo, guter Voodoo (von rechts nach links). (fpa)

heute mal auszüge aus einem bericht der BILD (wie immer mit 1a-headline:)

"Hokus Pokus Anti-Klinsibus!

Unser letzter Gruppengegner Ecuador greift zu faulen Tricks, um erfolgreich zu sein. Vor der WM belegte der Schamane Abran Tzamarenda Naychapi (36) alle Stadien mit Beschwörungen – auch das Berliner Olympiastadion! Dort spielen WIR heute um den Gruppensieg.
Der Schamane Abran Tzamarenda Naychapi (36) belegte das Berliner Olympiastadion vor der WM mit geheimnisvollen Beschwörungsformeln. Der Mann mit den Knochen-Ketten und dem bunten Federschmuck aus Ecuador vollzog das „Ritual des Wasserfalls“, um – so sagte er – böse Geister zu vertreiben. Immer wieder murmelte er geheimnisvolle Formeln, stieß spitze Schreie aus, rammte seinen Speer in den Rasen."

...aber bildzeitung sei dank ist es rettung in sicht:

"Ein Schamane gegen Klinsi – doch BILD hat den Gegenzauberer!
Hexer Schwartz greift ein: „Seit ich als Jugendlicher auf Haiti war, beschäftige ich mich mit Voodoo. Erst vor kurzem habe ich mich zwei Jahre in der Karibik weitergebildet. Ich bin großer Fußball-Fan, habe eine Voodoo-Puppe präpariert, um seinen Zauber zu neutralisieren.“ Die kleine Stoff-Figur hat er aus Venezuela mitgebracht. „Die hat Power! Ich habe sie gleich noch mit einer Beschwörung belegt, der die Beine der Ecuadorianer schwer macht. Das funktioniert auch über Entfernung. Zeit und Raum spielen keine Rolle.“
Ein Hexer für Klinsi! Schwartz ist sich sicher: „Wir gewinnen 2:0! Ich sehe eine erfolgreiche WM.“ Wir können uns also auf noch mehr Zauber-Tore freuen..."

Montag, Juni 19, 2006

fleisch ist mein gemüse


Na, auch hektisch und nervös? Immer aggressiver durch Hitze, Stau und die WM? Das muß jetzt nicht mehr sein.
Es gibt eine Lösung. Dank der Verschmelzung der Kulturen entwickelt sich in Berlin gerade eine neue Trendsportart. Erzgebirgische Schnitzkunst trifft auf Tiefenentspannung und klassische Meditation. Alles was man dafür braucht findet man beim türkischen Gemüsehändler seines Vertrauens: Scharfe Messer, scharfe Knollen und endlich ein bißchen mehr Offenheit, neue Wege zu gehen: "Einzel- und kleine Gruppenkurse im Schnitzen von Obst und Gemüse. Konzentration und Entspannung beim Gestalten von Melonen, Kürbissen, Karotten, Gurken, Chinakohl, Mango, Papaya, Radieschen, Kartoffeln. Individuelle Vereinbarung für Kurse bei Ravi in Kreuzberg" Und das Tolle an diesem Hobby- man wird auch noch satt dabei.
ohmmm!

Donnerstag, Juni 15, 2006

einmal mensa und zurück






aus gegebenem politischen anlass traten wir gestern zu einer reise in die vergangenheit an. zu einer reise nach dessau. hach. das andré-empfangskomitee lotste uns gleich in die mensa. die spaghetti bolognese schmecken noch immer wie immer. hardenberg, bauhaus, expowurm und studentencafé- alles noch da.-))) hach. hauptsportart war leute treffen- auf unserer kleinen dessau-wanderung haben wir an jeder, und ich übertreibe nicht, also an jeder ecke wen getroffen. auch wie immer. das hält natürlich enorm auf, jedes mal- was macht ihr denn hier, und wie gehts euch so und wohin geht ihr noch... aber schön isses schon. hauptnahrungsmittel des tages waren eis, eis und nochmal eis, kuchen und radler. einmal reinspringen in möhlau mußte natürlich auch noch sein. wir haben mal wieder nicht die richtige badebucht im möhlauer dschungel gefunden. auch wie immer. fazit: schön ist es in dessau im sommer, wenn die richtigen leute da sind und wenn man abends wieder nach hause fahren kann:-) (den polit-bericht zur gedenkfeier gibts später-woah?)

Freitag, Juni 09, 2006

zwei im grünen




zelten bei bodenfrost kann man überleben. das wurde vergangene woche bewiesen.
erste hürde war die anreise zu bahn und fuß mit campinggepäck auf dem rücken in einen bahnhofslosen ort. auf der langen landstraße kam es zur ersten kontaktaufnahme mit den eingeborenen. einige fesche burschen brachten den aufgemotzten GTI mit quietschenden reifen vor mir zum stehen- scheibe runter, sonnebrille hoch: "willstn hin?" und ohne meine antwort abzuwarten "willste einsteign?" "mitkomm?" ähä? mit zeichen und gebärdensparche habe ich versucht möglichst höflich abzuwehren und dabei das gewicht meines rucksackes außer acht zu lassen. man muß da tolerant sein. kommen ja anscheinend nicht so oft fremde in die gegend.
kurz vor einbruch der dunkelheit- eintreffen auf dem vereinszeltplatz direkt an der unstrut und einer mühle. der platz war recht klein und sehr romantisch. alles war voll mit extremsportlern- kajakfahrer oder so. alle hockten vor identischen igluzelten im einheits-trekkinglook. wir wurden ziemlich kritisch beäugt. zumal wir mit dem geborgten zelt so unsere not hatten. innenzelt, außenzelt, vorzelt- und was macht man mit all den strippen hier? äh man fragt am besten herumstehende männer. wozu sind die schließlich da. fachmännisch wurden uns dann tips gegeben- auch später noch aus der ferne, als wir schon wieder selbst dabei waren, die heringe in den stein zu meißeln. na ja. was soll man sagen. es stand und hielt. auch bei regen. trotz eskimokleidung, 2 decken unter m schlafsack und drei darüber war es saukalt. aber wir haben s uns bewiesen und sind bereit es wieder zu tun. toll fanden wir den nächtlichen nebel über der unstrut, all die vogelstimmen und den kuckuck- oder war s eine uhr? die seltenen blumen und pflanzen und überhaupt- da nimmt man so eine kleine hinterher-erkältung gerne in kauf. wir kommen wieder. so oder so.

Mittwoch, Juni 07, 2006

sofasommer






was soll man dazu sagen- so viele gute ideen und ambitionen, so engagierte mitarbeiter, so herzliche dorfbewohner, so gute acts, so gründliche organisation – und trotzdem wurde das festival nach dem 1. sofatag abgebrochen. schade. die infos gibts unter www.sofasommer.de.

Sonntag, Juni 04, 2006

muttiäh testtesttest

mir sitzen hier sein dick und rund
ansonsten simmer ganz gesund

Donnerstag, Juni 01, 2006

Sofa, Yoga, Mord 4 und 5



>>>letzte woche bei yogi-tina. alles voll easy. alles ein wenig zu lasch für unseren geschmack. ganz nett. einziges highlight war, als in der hinteren reihe ein erleuchtungswilliger das gleichgewicht verlor und im rechten winkel aus der position kippte. muß an seinen shakren arbeiten, der junge.

>>> gestern bei yogi-barbara. prädikat: besonderes chi. äh oder so. sie meinte, wir hätten eine gute energie in den raum gebracht. fanden wir auch. sie hat eher dirigiert als selbst was vorgemacht, was manchmal zu lustigen verwirrungen führte. erklärungen wie: rechte hand an linke aussenfußkannte, rechtes bein beugen, linkes bein strecken, wirbelsäule nach rechts... wurden von einer angehenden yogaistin mit “häh? ich hab ne rechts-links-schwäche!” im energiefluß unterbrochen.-) vor mir war eine besonders ambitionierte neueinsteigerin, die immer erst mal alles irgendwie anders machte.
bei einer postition standen wir im vierfüßlerstand und sollten den rechten arm und das linke bein gerade ausstrecken. die gute versuchte zitternd vor anstrengung mehrmals erfolglos, den rechten arm und das rechte bein auszustrecken und dabei nicht umzukippen. das muß man eigentlich selbst gesehen haben, das läßt sich mit worten schwer beschreiben. nachmachen erlaubt :-) zu guter letzt haben wir herausgefunden, dass wir da schon seit drei wochen “anusara” yoga machen. hat was mit “im fluß der energien” zu tun. aha. na dann- ohhhhhhm